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Jugendgruppe 

1970 bis heute:    

Seit Gründung des Vereins im Jahre 1942 wurde sich der Jungend aus Kufferath angenommen und sich deren Anliegen gestellt. Bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Jahre 1949 waren es zum großen Teil wieder schulpflichtige Kinder und Jugendliche, die dem Verein beitraten. 

Nachdem sehr viele Jugendliche und Kinder dem Verein beigetreten waren, bildete sich im Jahre 1970 eine Jugendgruppe, die zunächst in der musikalischen Ausbildung tätig war. Ansprechpartner war Wilhelm Braun, von den Jugendlichen standen ihm Rita Braun und Raimund Stollberg zur Seite. Es entwickelten sich weitere Vereinsaktivitäten. So stand die Gestaltung einer Weihnachtsfeier an, der ein Kegelnachmittag vorausgehen sollte.

Der Weihnachtsmann, Johann Ganster, besuchte die Jugendlichen am 5. Dezember 1970 im Lokal Kuck. Es wurden weitere Vereinsaktivitäten besprochen. Der Anregung, sich karnevalistisch zu betätigen, wurde zugestimmt. 

Für die erste Kappensitzung wurde fleißig geprobt. Mit den jungen Künstlern wurde gewerkelt und gearbeitet, jeder Auftritt geprobt, alle waren hellauf begeistert. Unter dem Motto "Mie Pute mösse et mache, dat Alt und Jong ens lache", fand am 30. Januar 1971 auf dem Friesenhof die erste Kappensitzung statt. Gekonnt führten Raimund Stollberg durch das abwechslungsreiche Programm.

Am 12. Juni 1971 fand die erste ordentliche Versammlung der Jugendgruppe statt. Auf dieser wurden zwei Jugendsprecher gewählt, die die Belange der Jugendgruppe bei "großen Vorstand" vorbringen konnte. Es wurden zudem Kassierer und Schriftführer gewählt. Auch besuchte die Jugendgruppe mit ihren Karnevalsdarbietungen andere Jugendkappensitzungen so z.B. 1973 in Lendersdorf.  

Bis zum Jahre 1974 konnte die leerstehende Schule in Berzbuir für die Vereinsarbeit genutzt werden. Dort fanden Weihnachtsfeiern und Kappensitzungen statt. 

Da von '74 bis '78 kein Vereinsheim zur Verfügung stand und auch die Probenräume nicht groß genug waren, zog an Weihnachten der Nikolaus von Haus zu Haus der Mitglieder um die Jugendlichen zu beschenkten und die karnevalistische Arbeit ruhte. 

1974 trat dann die neue Vereinssatzung in Kraft. Darin wurden die Aktivitäten der Jugendgruppe verankert, ein ordentlicher Jugendvorstand soll satzungsgemäß auf 3 Jahre gewählt werden. 

Ab dem 6. Lebensjahr, mit Beginn der Einschulung, können Kinder dem Verein bei treten. Die Ausbildung durch eigene erfahrene und ausgebildete Mitglieder ist unentgeltlich, unter Anerkennung der Vereinssatzung.

Jugendamt der Stadt Düren wurde das Tambourcorps im Jahre 1974 als jugendpflegerisch-tätiger Verein anerkannt. Dem Stadtjugendring gehört der Verein seit 1975 an. Im Bereich der Jugendarbeit und -organisation wurden die BLAU WEIßEN richtungsweisend für viel Dürener Vereine. 

Die Jugendlichen beteiligten sich ebenfalls tatkräftig am Bau der Halle und an der musikalischen Mitgestaltung der Einweihungsfeier.  Die Jugendgruppe zählte in den 70er Jahren bis zu 26 Kinder und Jugendliche. 

Zur ersten Weihnachtsfeier in der Jugendgruppe am 09.12. hatten die jungen Musiker alle Mitglieder, Freunde und Gönner eingeladen. Der Weihnachtsmann stattete einen Besuch ab, für Kinder hatte er eine Tüte, für die Großen fand die passenden Worte. Für die entsprechende Unterhaltung und das leibliche Wohl waren die Jugendlichen verantwortlich. Alljährlich sollte eine solche Feier durchgeführt werden.

Die Karnevalistische Tätigkeit wurde im Jahre 1980 wieder aufgenommen. Eine solche Sitzung sollte jedoch nur an einem Tag durchgeführt werden und zwar am Karnevalssonntag. In der Jugendhalle stieg die erste Kappensitzung am 17.02.1980. Wie bereits in den Vorjahren kamen die "Künstler" aus den eigenen Reihen und spielten für "Alt und Jung, us Spaß an de Freud". 

So wurden sogar schon Wochenend-Maßnamen in Jugendherbergen wie Nideggen, Rurberg und Monschau sowie im Center Park verbracht. 

Bei all diesen Aktivitäten kam aber die musikalische Ausbildung nie zu kurz.  

Seit April 1992 ist der Verein Mitglied im Volksmusikerbund, Kreisverband Düren, und damit auch der Kreismusikjugend Düren angeschlossen. Die von der Kreismusikjugend angebotenen Maßnamen, wie z.B. Grillnachmittag, Schwimmbadbesuch oder Probewochenenden, besucht die Jugendgruppe regelmäßig. An Versammlungen nimmt der Vorstand ebenfalls teil. Zudem stammen Vorstandsmitglieder des Verbandes aus unseren Reihen. 

In den Jahren 1998 und '99 traten die Mitglieder unserer Jugendgruppe mit gekonnt vorgetragenen Sketchen bei der Kindersitzung der Fidelen Üdinger auf, und konnten das Publikum der Dorfshalle in Üdingen begeistern.

Immer wieder bringt die Jugendgruppe neue und frische Ideen in den Verein. So werden z.B. auf der Jahreshauptversammlung jedes Jahr die Beschlüsse und Vorschläge, die auf der Jahreshauptversammlung der Jugendgruppe besprochen wurden, vorgetragen. Die beiden Vorstände beraten sich ständig und arbeiten eng zusammen. 

Doch trotz aller Neuerungen wird an manche Traditionen fest gehalten. So wird der Nikolaus alljährlich mit dem Lied "Lasst uns froh und munter sein" begrüßt und beim Jubiläum 3x11 Jahre Kappensitzung (2003) begrüßte Manuel Esser das Publikum mit "Mie Pute mösse et mache, dat Alt und Jong ens lache". 

Natürlich nimmt die Jugendgruppe an allen Ausgängen und Auftritten des Vereins teil, auch die ganz Kleinen, die noch in der Grundausbildung sind ziehen mit den großen durch die Straßen. Dies ist für uns immer sehr wichtig, denn nur dann kann ein richtiges Gefühl von Gemeinschaft entstehen.

Die Kappensitzung am Karnevalssonntag ist längst zur Tradition geworden. Mit großen Eifer wird jedes Jahr ein neues Motto gesucht (und am Ende) auch gefunden und dann dazu ein neues mehrere Quadratmeter großes Bühnenbild gemalt. Es gestaltet sich immer schwieriger ein noch nicht da gewesenes Motto zu finden, doch irgendjemand hat immer eine tolle Idee. Nur das immer wieder vorgeschlagene Thema "Schweineschlachterei" wartet seit Jahren auf seine Durchführung.

Sämtliche Maßnamen, die alljährliche Weihnachtsfeier und Kappensitzung werden von der eingeständigen Jugendkasse getragen. 

Dies ist eine Kurzdarstellung der Jugendgruppe, die man ohne weiteres fortführen könnte. Die Jugendgruppe ist eine Institution geworden, deren Wirken sich neben dem musikalischen auch im überfachlichen, kulturellem und brauchtums-pflegerischem Bereich, in Kufferath und weit darüber hinaus eingebürgert hat. 

Eins bleibt immer ganz gewiss: Ein Verein lebt von Jugendlichen und ohne Nachwuchs bekommt auch der best organisierteste Verein irgendwann Probleme!

Die Kinder und Jugendlichen werden in der Jugendgruppe mit Vereins- und Vorstandsarbeit vertraut gemacht.

Allen, die die Jugendgruppe durchlaufen haben, den ehrenamtlich arbeitenden Betreuen, Ausbildern, Jugendwarten und besonders den Eltern, die dem Verein die Jugend anvertrauten, gilt hier ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Wir hoffen auf ein erfolgreiches neues Jahr 2007 von dem wir natürlich auch hier berichten werden.

 

Bericht: Julia Esser vom 10.12.2006