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Chronik

1924-1939:     Gründung des Tambourcorps Blau-Weiß Kufferath e.V.

Die Wunden des ersten Weltkriegs waren noch nicht ganz verheilt als Anton Leyens, der beim Militär eine sehr gute musikalische Ausbildung erhalten hatte, sich entschloss seine drei Söhne in die Kunst des Flötespiels und des Blasens einzuweisen. Bald scharten sich die Freunde der „Leyense Jonge“ und die Jugendlichen aus dem Ort um Anton Leyens, um auch das Flöte- oder Trommelspiel zu erlernen. So kam es, dass eine Versammlung einberufen wurde um den Verein zu gründen. 

Soweit aus der Überlieferung bekannt ist, nahmen an der Gründungsversammlung teil: 

                     Anton Leyens, Franz Kayser, Gottfried Kaiser, Peter Klein, Franz Offermann

An Jugendlichen mögen teilgenommen haben:

     Josef Bonn, Wilhelm Ganster, Franz Klein, Heinrich Klein, Johann Klein, Josef Leyens, Klaus Leyens,

             Peter Leyens, Heinrich Wolff, Matthias Wolff, August Wolff   

 

Von Anfang an entschloss man sich für die Jugendarbeit, denn diese war damals wie heute von Nöten. Der Gründungsinitiator Anton Leyens wurde 1. Vorsitzender, Tambour-Major und gleichzeitig Ausbilder der Spielleute, er war Ansprechpartner für alle. Nach der Vereinsgründung kamen größere Probleme auf den neuen Verein zu. Um das Problem der Instrumente zu lösen, legte der „Chef“  selber Hand an. Er fertigte Tambouren (Trommeln) und Pauken selber an. Als Proberaum stellte er sein „Backes“ im Garten zu Verfügung. (Niemand ahnte, dass das „Backes“ noch in den 60er Jahren als Vereinsraum genutzt würde.) Die Ausbildung war hart, denn sie wurde zur damaligen Zeit noch militärisch durchgeführt. Für Späße und Spiele wurde trotzdem immer noch Zeit gewonnen. Ende der 20er Jahre wurden die ersten Uniformen angeschafft (weiße Hose, blauer Rock und blaue Schirmmütze). Es war ein stattliches Corps mit 16 Spielleuten, das auf Wettstreiten erfolgreich war, welches Anton Leyens aufgebaut hatte. Als 1935 die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wurde, schmolz der Verein zusammen, denn die Jugendlichen der Gründungsversammlung waren nun wehrpflichtig.

Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs am 01.09.1939  musste, 15 Jahre nach Gründung, zwangsläufig der Spielbetrieb eingestellt werden. Im Jahre 1940 ehrten deutsche Soldaten, die in Kufferath einquartiert waren, die Vermissten und Gefallenen des ersten und auch des zweiten Weltkriegs am Ehrendenkmal in Kufferath. Anton Leyens probte mit einigen Spielleuten das Lied vom „Guten Kameraden“ und gar den „Parademarsch“ für diese Ehrung. Als im Herbst 1944 die Kämpfe um Hürtgenwald tobten und unser Heimatdorf unter ständigem Artilleriebeschuss lag, wurde Anton Leyens verletzt und musste in ein Lazarett eingeliefert werden.

 

 1945-1949:     Die Nachkriegsjahre

Im Mai 1945 ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Unser Kufferath lag in Trümmern. Das Haus des Vereinsgründers, indem sich alle Instrumente, Uniformen, Pokale, Unterlagen und Dokumentationen befanden, lag und Schutt und Asche. Alles war zerstört. Das „Backes“ hatte zum Teil den Krieg überstanden. Die Überlebenden kehrten aus der Gefangenschaft oder der Evakuierung zurück. Das „Backes“ richtet unser Tambourmajor als Wohnung ein. Aus den Trümmern konnten lediglich 2 Flöten geborgen werden. An Vereinsarbeit war zunächst nicht zu denken, es galt als erstes die zerstörte Heimat wieder wohngerecht zu machen. Ein jeder hatte alle Hände voll zu tun. Außerdem waren Vereinsaktivitäten in der Spielleute-Art durch die Militärregierung der Alliierten untersagt. Erst Ende der 40er Jahren lockerten sich etwas die Vorschriften, für die (Wieder-) Aufnahme der Vereinsaktivität bedurfte es aber noch der Genehmigung der Militärregierung. Im Jahr 1949, das Leben hatte sich wieder normalisiert, berief Anton Leyens, der damals bereits im Alter von 64 Jahren war, eine Versammlung ein, um die seinerzeit von ihm begonnene Arbeit wieder aufzunehmen und fortzusetzen. An dieser Versammlung, welche im „Backes“ seiner damaligen Wohnung stattfand, konnten noch Josef Bonn, Peter Briem, Johann Ganster, Franz Kayser, Werner Klein und Klaus Leyens als ehemalige Mitglieder teilnehmen. Außerdem wurde die Versammlung von Jugendlichen des Dorfes gut besucht. Die beiden geborgenen Flöten bildeten den Grundstock für  unser heutiges Tambourcorps. In seiner Heimwerkstatt ließ Anton Leyens erneut Trommeln, Pauken und sogar Becken für die Aktiven entstehen. Es wurde gearbeitet, gewerkelt und fleißig geprobt. So war es möglich vom 08.-10.Oktober 1949 zusammen mit der Kirmesgesellschaft das 25jährige Stiftungsfest zu feiern. Dies war der erste öffentliche Auftritt nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs. 

 

1950 bis Heute:

Ausbilder war Anton Leyens, obgleich er den Tambourstab Christian Fassbender übergab und die Ausbildung der Flötisten Wilhelm Braun übertrug. In den 50er Jahren konnte ein stattlicher Corps mit 18 Spielleuten alle Festlichkeiten innerhalb aber auch außerhalb des Dorfes musikalisch mitgestalten.

Die musikalischen Auftritte im Jahr 1950 waren:

20. Februar

Rosenmontagszug in Kreuzau mit 3 Tambourcorps: Gey, Kufferath und Lendersdorf

01. Mai

Maifest in Drove

02. Juli

Ausgang mit den Schützen Langenbroich - Bergheim zum Schützenfest in Lendersdorf

14. - 16. Juli

Schützenfest in Langenbroich-Bergheim

12. - 15. August

Kirmes in Kufferath

09. - 13. September

Kirmes in Kreuzau (vom Herausholen bis zum Begraben der Kirmes wurde in Kreuzau aufgespielt) 

11. November

St.-Martins-Feier Berzbuir-Kufferath

                                                           ---  zum Vergleich - Termine 2006

Nachdem Christian Fassbender Anfang der 50er Jahre Kufferath verließ, übernahm Anton Leyens wieder den Majorsposten, gab ihn allerdings im Jahr 1954 entgültig an Wilhelm Braun ab. Dieser übernahm im gleichen Jahr noch die Geschäftsführung und Bernhard Path wurde im Jahr 1956 Kassierer. Neben der Vereinsarbeit kam die Geselligkeit nicht zu kurz, einige bunte Abende wurden durch eigene Akteure auf dem Friesenhof in Kufferath gestaltet. 

Die Mitgliederzahl reduzierte sich in den 60er Jahren stark, etwa 10 Aktive hielten dem Verein die Treue, ein öffentliches Auftreten war immer noch gegeben.

Am 02. Mai 1965 wurde Anton Leyens 80 Jahre alt. Das Tambourcorps hatte zu einem Freundschaftstreffen eingeladen. Das, in die Eifel verheiratete, ehemalige Mitglied Balthasar Bonn, der dort auch ein Corps gegründet hatte, ließ es sich nicht nehmen mit musikalischer Unterstützung zu gratulieren. 

Der Verein, den große Nachwuchssorgen plagten, entschloss sich eine alte Tradition zu brechen und nahm von nun an auch Mädchen und Frauen in seinen Kreis auf. 

Die Aufnahme weiblicher Mitglieder führte dazu, dass der Verein in den 70er Jahren bis zu 40 aktive Mitglieder, hiervon 26 Jugendliche, aufweisen konnte. Doch diese erfreuliche Nachricht brachte auch Probleme mit sich. Es mussten weitere Instrumente und Uniformen angeschafft werden. Aber auch war das „Backes“, das immer noch als Vereinsheim zur Verfügung stand, war zu klein geworden. 

Im Jahre 1970 vollendete Anton Leyens sein 85. Lebensjahr. Wieder folgten viele Vereine der Einladung des „Chefs“. 

Eine selbständig im Verein arbeitende Jugendgruppe wurde 1971 gegründet. (Siehe auch Jugendgruppe) 

Trotz der damaligen schwachen finanziellen Lagen des Vereins wurde beschlossen neue Uniformen anzuschaffen. Am 12.09.1971 war der erste Ausgang in den neun Uniformen. Neue Flöten, eine neue dicke Trommel und eine neue Lyra können ebenfalls angeschafft werden. Ende des Jahres 1972 ist es sogar möglich die Tambouren mit neuen Trommeln auszustatten.  

Aus mangelnder Räumlichkeit musste zunächst in zwei Gruppen geübt werden. Die Trommel übten unter der Leitung von Bernhard Path, bei Bernhard Path und die Flötisten übten unter der Leitung von Wilhelm Braun, bei Wilhelm Braun im Keller. Für einige Jahre konnte ein Klassenraum in der leerstehenden  Volksschule (heute Kindergarten) in Berzbuir für die Vereinsarbeit genutzt werden.  

Vom 03. - 05. Mai 1974 feierte das Tambourcorps sein 50jähriges Bestehen. Zum Kommers-Abend waren etwa 800 Besucher erschienen um dem Verein und Anton Leyens die Ehre zu erweisen.  

Da abzusehen war, dass die Schule in Berzbuir nicht mehr lange für Vereinszwecke genutzt werden konnte, wurde bei der Stadt Düren bereits ein Antrag auf Pachtung eines Grundstückes zur Errichtung eines Vereinsheims gestellt.

Darüber hinaus erfolgte der Beschluss, den Verein ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Düren eintragen zu lassen.  

Auf einer Versammlung am 06. Juli 1974 trat Anton Leyens nach 50jähriger Amtszeit als erster Vorsitzender zurück, er wurde Ehrenvorsitzender und Ehrenmajor. Josef Bonn, der 2. Vorsitzende, legte ebenfalls sein Amt nieder, er wurde zum Ehrenmitglied im Vorstand ernannt.

Als Nachfolger wurden gewählt: 1. Vorsitzender Wilhelm Braun, 2. Vorsitzender Heinz Braun, Schriftführer Helmut Ganster.  

Die Vereinssatzung war von Wilhelm Braun unter Berücksichtigung der Jugendtätigkeit und der Gemeinnützigkeit ausgearbeitet worden. Von der Versammlung wurde dieselbe genehmigt. Die Eintragung ins Vereinsregister konnte beantragt werden.  

Der erste satzungsmäßige Vorstand der Jugendgruppe wurde gewählt. Die Jugendsprecher Rita Braun und Raimund Stollberg wurden in ihrer Arbeit abgelöst.

Der Beschluss, in Kufferath in Eigenleistung ein Vereinsheim zu schaffen, wurde nochmals bekräftigt. Auf den Vorstand kam einiges zu.  Nun galt es die Behörden von einem solchen Bauvorhaben zu überzeugen. Mit Herrn Hommelsheim, Bürgermeister von Irresheim, der Beziehung zum Fliegerhorst Nörvenich hatte, nahmen am 29.Juni 1972 Wilhelm Braun und Bernhard Path Gespräche auf, um diese Möglichkeit zu nutzen, dass dem Verein eine Mannschaftshalle zur Demontage zugesprochen würde.

Im August 1974 war die Berzbuirer Schule zu räumen und der Keller der Familie Braun musste von nun an als Vereinsheim herhalten.  

Nach vielen Bemühungen konnte die Mannschaftshalle im Fliegerhorst Nörvenich vom 14.-20. Dezember 1974 von den BLAU-WEIßEN abgebrochen werden. Allein 536 Arbeitsstunden wurden nur für den Abbruch der Jugendhalle geopfert. 

Am 13. Januar 1975 wurden die Anträge auf

Pachtung eines Grundstückes

Baugenehmigung zur heutigen Jugendhalle

einen Baukostenzuschuss

an die Stadt Düren gestellt. 

Die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Düren erfolgt am 17. Februar 1975. Zur Verwirklichung des Bauvorhabens der Jugendhalle sollte ein Bebauungsplan vorliegen. Ein solcher wurde am 26.03.1975 beantragt.  

Anton Leyens vollendet am 02. Mai 1975 sein 90. Lebensjahr.

Bei einem Ausgang im Mai ’75  erlitt Johann Ganster, der Paukenschläger, einen Herzinfarkt. Nach seiner Genesung trat er vom aktiven Spielbetrieb zurück.

Zum St. Martinsfest begleiteten zum 50. Mal die Spielleute St. Martin, Josef Kuck, der auch zum 50. Mal für die Kinder auf Berzbuir und Kufferath ritt.  

Seit einiger Zeit lag der Gründer des Vereins, Anton Leyens, erkrankt danieder. Er verstarb im Alter von 90 Jahren am 28. November 1975. Von seinen Kameraden wurde er am 03.12. zu Grabe getragen, unter gedämpftem Trommelwirbel wurde er abgesenkt. Nach dem Trompetensolo „Ich hatt´ einen Kameraden“ gab Wilhelm Braun den Tambourstab, mit dem er seien Verein lange Zeit angeführt hatte, mit ins Grab. Mit letztem Hab-Dank mussten wir uns von einem aus unserer Mitte verabschieden, einer der seit der Gründung des Vereins seine ganze Kraft und Energie in den Dienst des Corps stellte, ein leuchtendes Vorbild der Opferbereitschaft, des selbstlosen Einsatzes und der Kameradschaft gewesen ist.  

1976 konnte der Tambour-Major mit 40 Aktiven davon 18 Flötisten, 16 Tamboure, 2 Pauken, 2 Becken und 2 Lyren die Auftritte durchführen.  

Mitte des Jahres 1977 wurde der Bebauungsplan für Kufferath rechtskräftig. Nun waren die Hindernisse aus dem Weg geräumt und am 17.12.1977 wurde der erste Spatenstich gefeiert.  

Zuvor hatte man am 21.09.1977 Josef Bonn zum 70. Geburtstag gratuliert.  

Nach gewaltigen Erdbewegungen und vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit hatte das Tambourcorps zum Richtfest geladen. Der 1. Vorsitzende Wilhelm Braun freute sich etwa 250 Gäste zu begrüßen.  

Nach 10 Monaten Bauzeit insgesamt 9342 Arbeitsstunden war man glücklich zum Einweihungsfest der neuen „Jugendhalle“ vom 03. - 05.11.1978 einladen zu können.

Die Urkunde, in der die wichtigsten Daten zur Planung, Ausführung und Finanzierung festgehalten worden sind, wurde von Heinz Braun im Beisein von allen, eingemauert.

Die Halle wurde von Herrn Pastor Stephan aus Lendersdorf eingeweiht.

Ins Gästebuch schrieb man:

                „Der Halle Bau ist nun zu Ende, jetzt ruhen all die fleißigen Hände, 

                          ein jeder blickt voll Stolz zurück, von allen nun:

                                             Dem Corps viel Glück.“

 

Die Vereinsaktivitäten in Kufferath verlagern sich in die Jugendhalle.

Am 13. Januar 1979 fand der erste Kostümball der neuen zusammengeschlossenen Ortsvereine statt.  

Am 06. Juli 1979 verstarb Josef Bonn, das Ehrenmitglied im Vorstand und wurde am 10. Juli 1979  von seinen BLAU-WEIßEN Kameraden zu Grabe getragen.

Am 10. November 1979 teilte der St. Martin zum ersten Mal in der Jugendhalle aus.

Am 15.12.1979 lud die Jugendgruppe zur ersten Weihnachtsfeier in die Jugendhalle.  

Im Alter von 68 Jahren verstarb am 15.05.1981 das letzte Gründungsmitglied Klaus Leyens. Ihn begleiten die Mitglieder am 19.05.1981 auf seinem letzten Weg. 

Im Jahr 1983 schaffte man einen neuen Satz Sopranflöten einschl. 2 Tenorflöten an. Auf der Jahreshauptversammlung im gleichen Jahr legte Bernhard Path sein Mandat als Kassierer nieder. Er wurde zum Ehrenmitglied im Vorstandernannt. Sein Nachfolger wurde Benno Esser.

In diesem Jahr konnte das stolze Corps 39 Spielleute aufweisen.  

Sein 60jähriges Bestehen feierte der Verein vom 05. - 06.05.1984.

Beim Messopfer predigte Msgr. Römer den Leitgedanken TAMBOUR  

T   

- reue, der Mitglieder, die 60 Jahre zu ihrem Corps standen

A   

- nständigkeit und Fairness im Umgang mit anderen Menschen

M   

- usikalität ist Voraussetzung für ein gutes Miteinander

B   

- egeisterungsfähigkeit zeichnet die Mitglieder aus

O   

- pferbereitschaft haben die Mitglieder bewiesen

U   

- nterordnug unter das Ganze

R   

- eligiösität zeichnet das Corps aus

Das Jahr 1985 begann schwarz. Am 05.01. starb Johann Ganster. Nun verlor der Verein auch den letzten Vorkriegsaktiven. Trotz der eisigen Kälte harrten die Mitglieder und die Ehrenwache aus und verabschiedeten sich am 10.01. als letztes.  

Im Jahr 1986 wurde die Jugendhalle um einen Küchentrakt mit Abstellraum erweitert.    

Auf der Jahreshauptversammlung am 18. November 1986 sollte ein neuer, jüngerer Vorstand gewählt werden. Wolfgang Plum löste Josef Esser als 2.Vorsitzender ab, Josef Roel wurde zum Jugendhallenwart gewählt. Wilhelm Braun übergab den Tambourstock an Benno Esser, Walter Schneiders blieb stellv. Major. Wilhelm Braun stand weiterhin als Übungsleiter zur Verfügung. Heinz Braun und Bernhard Path traten vom aktiven Spielbetrieb zurück. Der Vorschlag Karnevalsuniformen anzuschaffen wurde von der Versammlung angenommen. Man war bisher immer in Sommeruniform gegangen. Bei den Karnevalsumzügen in Winden, Üdingen und Kreuzau konnten die  neuen Uniformen stolz vorgestellt werden.  

Vom 28. - 30. Oktober 1988 konnte man das Fest „10Jahre Jugendhalle“ feiern. Ende des Jahres erhielt die Jugendhalle eine neue Mobiliarausrüstung.

Auf der Versammlung im Jahr 1989 wurde Heinz Braun wegen seiner Verdienste um den Verein und die Jugendhalle zum Ehrenmitglied ernannt.

In diesem Jahr erhielten die Aktiven nach den Karnevalsuniformen auch neue Sommeruniformen samt Kopfbedeckung.  

Auf der Jahreshauptversammlung der Jugendgruppe im Jahre 1990 wurden der Beitritt zum Volksmusikerbund und die Einführung „Spielen nach Noten“ beschlossen.  

Es konnte wieder ein Fest gefeiert werden. Die alljährliche Karnevalssitzung der Jugendgruppe feiert im Jahr 1992 schon 2x11 Jahre.

Nach der Aufnahme in den Volksmusikerbund am 01.04.1992  konnte im April unter der Leitung von Herrn Josef Klinkenberg, der damalige Vorsitzende des  Volksmusikerbund mit dem Spielen nach Noten begonnen werden.

Auf der Versammlung im Jahre 1992 trat Wilhelm Braun, der 1. Vorsitzender, nach 38jähriger Vorstandarbeit, nicht mehr zu Neuwahlen an. Er wurde wegen seiner Verdienste um den Verein und um die Jugendhalle zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger wurde Benno Esser. Es war das zweite Mal der Vereinsgeschichte, dass der Vorsitzende wechselt. Wilhelm Braun gab den Leitspruch den er von Anton Leyens übernommen hatte, dem neuen 1. Vorsitzenden auf den Weg:

„Einer ist nichts - Gemeinschaft ist alles!“    

Kassiererin wurde Jutta Esser und Wolfgang Plum stellte sich an die Seite von Rita Ganster in der Jugendbetreuung. Walter Wirtz wurde die Ausbildung der Tambouren aufgetragen. Das Amt des Hallenwarts übernahm Helmut Ganster. Zu dieser Zeit hatte das Tambourcorps 34 aktive Mitglieder.

Bei einem Ausflug am 04.09.1993 wurde die Gemeinschaft bestärkt.

Das 70jährige bestehen feierte der stolze Verein vom 07. - 08.05.1994. Zum Freundschaftstreffen hatten sie am Sonntag den, 08. Mai geladen. Erstmalig wurde die Jubilar-Ehrung durch den Volksmusikerbund vorgenommen.

 

Zur Karnevalssaison 1995 erhielten die Aktiven neue Kopfbedeckungen. Neue Märsche und Stücke wurden im Laufe des Jahres einstudiert.

Aus gesundheitlichen Gründen trat Josef Esser auf der Jahreshauptversammlung des Jahres 1995 vom aktiven Spielbetrieb zurück. Er wurde aufgrund seiner Verdienste im/um den Verein und der Jugendhalle zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Zum D1 Lehrgang im Jahr 1997 konnten erstmals 4 Mitglieder gemeldet werden, die alle die Prüfung mit Erfolg abschließen konnten.

 

Am 17.10.1997 erfüllten die Mitglieder ihre traurige Pflicht und geleiteten Heinz Braun zu seiner letzten Ruhestätte.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 21.11.1997 trat Rolf Leyens vom aktiven Spielbetrieb zurück. Auch er wurde von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Jahr 1998 wurden die Tambouren mit neuen Instrumenten ausgestattet. Dem Verein war es möglich 5 Mitglieder zur D2 Prüfung anzumelden. Alle 5 schlossen den Lehrgang mit erfolg ab.

Sylvia Roel schrieb im Laufe des Jahres alle zuvor handgeschriebenen Noten mit Hilfe eines Notenschreibprogramms ab.

Wilhelm Braun gab die Ausbildung der Flötisten in die Hände von Sylvia Roel. Er blieb Zeugwart für Flöten. Zeugwart für Trommeln war Walter Wirtz.

 

Am Sonntag den 03. Oktober 1999 feierte das Tambourcorps sein 75jähriges bestehen. Diese Veranstaltung wurde anders durchgeführt als zuvor. Es wurde geplant, statt einem Festumzug, ein Bühnenspiel durchzuführen.

 

Auch in diesem Jahr konnten 7 Mitglieder am D1 Lehrgang teilnehmen.

 

Der Jahrtausendwechsel konnte zusammen mit den anderen Ortsvereinen in der Jugendhalle gefeiert werden.

 

Im Jahr 2001 konnte wieder 1 Mitglied die D1 Prüfung absolvieren.

 

Zu Karneval 2002 wurden neue Uniformen durch die Zeugwirtin für Uniformen Ruth Preußner angefertigt. Die Zuschauer waren begeistert und die anderen Vereine warfen den Blau-Weißen neidische Blicke zu.

 

Am 03.10.2003  feierte man das 25jährige Bestehen der Jugendhalle als Kreismusikfest mit Bühnenspiel für die Großen und Mit-Mach- Zirkus für die Kleinen.

3 Mitglieder konnten die D1 Prüfung und 2 Mitglieder die D2 Prüfung während der Vorbereitungszeit des Festes absolvieren, alle bestanden mit Bravour. Noch ein Ereignis warf seine Schatten voraus: am 23.10. war in Kufferath schon früh morgens Hektik. Das Tambourcorps verließ das Dorf unter der Leitung des „Reiseleiters“ Benno Esser für drei Tage in Richtung Norden. Es ging auf Bildungsfahrt ins deutsche Wattenmeer nach Neuharlingersiel.

Am 26.10. ging es dann nach viel zu kurzen drei Tagen wieder Richtung Heimat. Die Blau-Weißen verteidigten wieder ihr Image indem sie sich nichts zu schulden kommen ließen.

 

2004 war wieder eher ruhig. Das normale Saisonprogramm wurde absolviert und man ließ das Jahr mit der alljährlichen Weihnachtsfeier ausklingen. Es konnten zum ersten Mal 2 Mitglieder zu einer D3 Prüfung angemeldet werden. Sie bestanden, wie auch der D2-Prüfling aus den Reihen der Blau-Weißen ohne größere Probleme. Man hatte mehrere Auftritte mit der Spielergemeinschaft Kufferath-Lendersdorf-Winden. Über Jahre hatte man schon das Projekt auf die Beine gestellt. Die Feier des 80jährigen Bestehens des Vereins fiel wegen der großen Feiern im letzten Jahr zum 25jährigen Jubiläum der Jugendhalle aus.

 

Seit Sommer 2004 liefen schon die organisatorischen Vorbereitungen für den Höhepunkt des Jahres 2005. Wieder verließ der Verein das Dorf, diesmal aber Richtung Süden. Es ging auf Bildungsfahrt „Auf den Spuren der alten Waldberufe und Hochmoore“ nach Enzklösterle im Schwarzwald. Aufgrund der tollen Fahrt im Jahr 2003 waren die Plätze im Bus schnell vergeben. Bei herrlichem Wetter ging es am 06.10.2005 ab der Jugendhalle los und man erlebt ein grandioses Wochenende bei Sonnenschein bis es am 09.10. wieder zurückgehen musste. So endete auch das Jahr 2005 mit einer Weihnachtsfeier bei der alle in Erinnerungen an die tolle Fahrt in den Schwarzwald.

 

Im Frühjahr 2006 wurde ein Trägerschaftsvertrag mit der Stadt Düren unterzeichnet. Hierzu versammelten sich fast alle Mitglieder in der Jungendhalle um den Bürgermeister der Stadt Düren, Paul Larue, zu empfangen. Da der Pachtvertrag für das Gründstück auf dem die Jungendhalle errichtet wurde abgelaufen war, bemühte sich der Vorstand schon seit längerem um Verlängerung oder eine Alternative. Diese war mit dem, an diesem Abend geschlossenem Vertrag gefunden. „Es ist ein Vertrag mit dem beide Seiten sehr gut leben können“, sagte Bürgermeister Paul Larue nach der Unterzeichnung. Die Junghalle ist nun ein „Bürgerhaus“, wozu Herr Larue meinte: „Wenn eine Einrichtung es verdient hat sich „Bürgerhaus“ zu nennen, dann die Jungendhalle in Kufferath, denn hier ist ein Platz für alle Bürger Kufferaths.“ 

Ein nächster Höhepunkt im Jahr 2006 war unser erstes Herbstkonzert in der Jugendhalle. Es war vorgeschlagen worden, das Programm der Konzerte in Neuharlingersiel und Enzklösterle auch einmal den heimischen Fans darzubieten. Also wurde fleißig geprobt und die Halle eine ganze Woche liebevoll geschmückt. Die, der Einladung gefolgten, 120 Gäste waren begeistern von einem Gemischten Programm und ca. 30 motivierten Musikern. 

Die Jungendgruppe machte am Tag der geplanten Weihnachtsfeier einen anstrengenden aber lustigen Ausflug in Phantasialand in Brühl. Dann gesellte man sich ausgepowert zu den anderen Mitgliedern und ließ den Tag, aber auch das ganze aufregende Jahr ausklingen. 

 

Der Gründer des Vereins, Anton Leyens, konnte im Jahre 1924 nicht voraussehen, welche Geschichte sein Verein in der Ortschaft Kufferath schreiben würde, keiner konnte im voraus ahnen, welcher Anteil das Tambourcorps Blau-Weiß Kufferath e.V. an der Geschichte von Düren haben würde.

Die Zuverlässigkeit des Vereins, wie vom Gründer geprägt, zeichnet das Tambourcorps, und all seine Mitglieder bis heute aus. In all den Jahren – dieses Jahr schon 82 Jahre- wurde allen Verpflichtungen nachgekommen, alle Verabredungen, Termine und Treffs wurden eingehalten.

Mit einer Gemeinschaft von Idealisten, denn eine große Portion Idealismus gehört schon dazu, konnte dies alles nur geschaffen werden.

 

I D E A L I S T E N

Das sind die idealen Kämpfer,

die sich in Ämtern und Vereinen

trotz hundertfach empfangener Dämpfer

dem Menschenwohl ehrenamtlich weihen,

die sich –beschimpft- stets jagen lassen

und danken müssen auf den Knien,

dass man sie „dafür“ wird noch hassen,

weil sie den Karren weiterzieh´n

die, ohne Freizeit sich zu gönnen,

für andre schuften und nicht ruh´n,

die klug genug sind, es zu „können“

und dumm genug sind es zu tun.

 

Dichter: Karl Peter

 

Wir können uns glücklich schätzen, noch mit 34 aktiven Mitgliedern (darunter 14 Jugendliche unter 20 Jahren) auftreten zu können. 

Wir hoffen auf ein erfolgreiches neues Jahr 2007 von dem wir natürlich auch hier berichten werden.

 

Bericht: Julia Esser vom 10.12.2006